OSMOrganized State of Mind / OSM

    Selly im bestehenden Betrieb

    Eure Software darf bleiben.
    Selly dockt dort an, wo trotzdem Arbeit am Menschen hängen bleibt.

    ERP, Warenwirtschaft, Praxissoftware, Werkstattsoftware oder ein anderes Fachsystem: Wenn es seinen Job zuverlässig macht, müssen wir es nicht ersetzen.

    Wir schauen zuerst, welche Arbeit trotz der vorhandenen Software immer noch bei Menschen landet. Genau dort kann Selly anfangen.

    Software kann viel. Das heißt nicht, dass sie das Gespräch davor übernimmt.

    Eine Warenwirtschaft kann Bestände führen. Eine Werkstattsoftware kann Aufträge verwalten. Eine Praxissoftware kann Termine und Patienten führen.

    Und trotzdem muss vorher jemand:

    • •verstehen, worum es geht
    • •Informationen einsammeln
    • •Rückfragen stellen
    • •Wissen erklären
    • •sortieren
    • •vorbereiten
    • •weitergeben

    Genau diese Arbeit schauen wir uns an.

    Das bestehende System darf weiter das tun, was es gut kann.

    Bestehendes System

    • Kunden / Patienten / Mitglieder
    • Aufträge
    • Warenwirtschaft
    • Lager
    • Rechnungen
    • Terminverwaltung
    • branchenspezifische Fachprozesse

    Selly davor oder daneben

    • Anfrage verstehen
    • Informationen einsammeln
    • Rückfragen stellen
    • Wissen bereitstellen
    • Gespräch sortieren
    • menschliche Entscheidung vorbereiten
    • sauber übergeben

    Selly braucht nicht automatisch eine zweite Version eurer bestehenden Datenwelt.

    So wenig Technik wie nötig.

    Eine höhere Stufe ist nicht automatisch besser.

    0 — NEBENHERIntegration: keine

    Selly arbeitet mit Wissen oder Anfragen, ohne das Kernsystem zu berühren.

    1 — MENSCHLICHE BRÜCKEIntegration: keine

    Selly bereitet vor. Ein Mensch übernimmt in das bestehende System.

    Die menschliche Übergabe ist eine Schnittstelle.

    2 — ÜBERGABEPAKETIntegration: minimal

    Selly erstellt eine strukturierte Zusammenfassung, Nachricht oder andere verwertbare Übergabe.

    3 — DATEIBRÜCKEIntegration: gering

    Ein vorhandener Import-/Exportweg reicht für die Aufgabe aus.

    4 — AUTOMATIONSBRÜCKEIntegration: mittel

    Eine vorhandene Schnittstelle überträgt benötigte Informationen automatisch.

    5 — TIEFE INTEGRATIONIntegration: hoch

    Selly liest oder schreibt unmittelbar in relevante Kernsysteme.

    Die niedrigste funktionierende Andockstufe gewinnt.

    Stufe 5 ist nicht das Ziel. Das Ziel ist ein zuverlässiger betrieblicher Ablauf.

    Brauchen wir überhaupt eine Integration?

    Muss Selly Informationen aus dem Bestandssystem kennen?

    Wenn nein: keine Leseschnittstelle nötig.

    Muss Selly selbst etwas im Bestandssystem verändern?

    Wenn nein: keine Schreibschnittstelle nötig.

    Muss die Übergabe wirklich in Echtzeit erfolgen?

    Wenn nein: Mensch, Übergabepaket oder Datei können reichen.

    Ist der manuelle Schritt überhaupt ein relevanter Engpass?

    Wenn nein: Nicht automatisieren, nur weil es technisch möglich wäre.

    Technisch maximal ist nicht automatisch betrieblich besser.

    Zwei Systeme sind nicht das Problem.

    Problematisch wird es, wenn niemand weiß:

    • •welches System wofür zuständig ist
    • •wo Informationen hingehören
    • •wann ein Mensch übernehmen soll
    • •wer nach der Übergabe verantwortlich ist

    Wenn dagegen klar ist:

    • →Selly führt das Gespräch.
    • →Der Mensch prüft die Übergabe.
    • →Das Fachsystem führt den eigentlichen Vorgang.

    dann können zwei Systeme sehr sauber miteinander arbeiten.

    Zwei Systeme sind okay. Unklare Zuständigkeiten sind es nicht.

    Wie das im Alltag aussehen kann.

    KFZ-WERKSTATT

    Die Werkstattsoftware bleibt für Kunde, Fahrzeug, Auftrag, Lager und Rechnung zuständig. Selly nimmt die Anfrage auf, klärt Fahrzeug, Anliegen, Dringlichkeit und Terminwunsch und bereitet die Übergabe an den Serviceberater vor.

    Typischer Start: menschliche Brücke oder Übergabepaket.

    HOLZHÄNDLER

    ERP und Warenwirtschaft bleiben bestehen. Selly versteht die Anfrage, ordnet Produktkontext ein, stellt Rückfragen und bereitet die Fachberatung vor. Erst wenn aktuelle Preise, Bestände oder Verfügbarkeiten wirklich in Echtzeit gebraucht werden, prüfen wir eine technische Anbindung.

    ZAHNARZT

    Die Praxissoftware bleibt führend. Selly kann allgemeine organisatorische Fragen oder einen Terminwunsch vorbereiten und an das Praxisteam übergeben. Gesundheitsdaten oder medizinische Inhalte sind kein Standardfall und brauchen eine separate Prüfung.

    Mehr zu Datenschutz, KI & Sicherheit

    HERSTELLER / VERBUND

    Bestehende Partner- oder Verwaltungssysteme müssen nicht ersetzt werden. Selly kann Anliegen verstehen, Wissen zugänglich machen, Informationen einsammeln und die Übergabe an den richtigen Ansprechpartner vorbereiten.

    So kann ein erster Selly-Job aussehen

    Beispiel

    Ein Beispiel, kein dokumentierter Kundenfall. Es zeigt, wie ein klar abgegrenzter Job aussieht — und wo die menschliche Grenze liegt.

    Sellys erster Job

    Eine eingehende Anfrage verstehen und für den Serviceberater vorbereiten.

    Fertig, wenn

    Fahrzeug, Anliegen, Dringlichkeit und Terminwunsch geklärt sind.

    Selly erledigt

    • Anfrage aufnehmen
    • notwendige Angaben nachfragen
    • Informationen sortieren
    • verständlich zusammenfassen

    Selly entscheidet nicht

    • fachliche Reparaturempfehlung
    • verbindlichen Preis
    • verbindliche Zusage
    • Ausnahmefälle ohne definierte Regel

    Was bleibt wie es ist

    • Werkstattsoftware
    • Lager
    • Rechnung
    • bestehende Fachsysteme

    Der Mensch übernimmt

    bei fachlicher Entscheidung, verbindlicher Zusage oder unklarem Sonderfall.

    Andockung

    Zunächst so wenig technische Verbindung wie für diesen Job nötig — hier reicht die menschliche Brücke.

    Erster Test

    Mit einer kleinen Zahl echter Fälle prüfen, ob der Arbeitsstand brauchbar weitergegeben wird.

    Wann sagen wir: Der Job läuft?

    1.

    Selly erledigt ihren Teil wiederholt ausreichend sauber.

    2.

    Der nächste Mensch kann mit dem übergebenen Arbeitsstand weiterarbeiten, ohne alles neu aufzunehmen.

    3.

    Fehler, Sonderfälle und Ausfälle bleiben innerhalb einer vorher verstandenen und beherrschbaren Grenze.

    Dann kann man prüfen, ob der nächste Job sinnvoll ist.

    Darum heißt es bei OSM: Erst einen Job sauber abgeben. Wenn der läuft, kann der nächste kommen.

    Auch ein klarer Job braucht einen Plan für Sonderfälle und Ausfälle. Wenn Selly nicht sicher weiterarbeiten kann, muss feststehen, wer übernimmt und wie der Vorgang weiterläuft.

    Für den ersten sinnvollen Einsatz brauchen wir keine Systemlandkarte mit 80 Pfeilen.

    Sieben Entscheidungen reichen für den Anfang.

    1.

    Eingang

    Wo beginnt die Aufgabe?

    2.

    Aufgabe

    Was soll Selly konkret erledigen?

    3.

    Wissen

    Was muss sie dafür wirklich wissen?

    4.

    Grenze

    Was darf sie nicht tun oder entscheiden?

    5.

    Übergabepunkt

    Wann ist ihre Aufgabe erledigt?

    6.

    Übergabeformat

    Was braucht der nächste Mensch oder das nächste System?

    7.

    Verantwortlicher

    Wer übernimmt danach?

    Wenn diese sieben Dinge klar sind, kann der erste sinnvolle Test oft ohne tiefe Integration beginnen.

    Und wenn etwas ausfällt?

    Ein kritischer Geschäftsprozess darf nicht daran hängen, dass eine einzelne KI oder Schnittstelle immer funktioniert.

    Deshalb gehört zu jeder Andockstelle auch ein verständlicher Weg zurück: Mensch, Telefon, E-Mail, manuelle Eingabe oder späterer Import.

    Kein kritischer Prozess ohne verständlichen Fallback.

    Je sensibler die Daten, desto wichtiger die Architektur.

    Normale Geschäftsanfragen sind etwas anderes als Gesundheitsdaten, Berufsgeheimnisse oder besonders sensible Beschäftigtendaten.

    Darum verbinden wir das Andockmodell mit unserer Datenklassifizierung und prüfen sensible Fälle separat.

    Datenschutz, KI & Sicherheit bei Selly

    Wo würde Selly bei euch andocken?

    Wir beginnen nicht mit:

    „Welche API hat eure Software?“

    Sondern mit:

    „Was kann eure Software schon gut – und was bleibt trotzdem am Menschen hängen?“